Donnerstag, 28. November, 20.15 Uhr, ARD


Seegrund ist die dritte Kluftinger-Verfilmung mit dem bewährten Team um Regisseur Rainer Kaufmann und Hauptdarsteller Herbert Knaup. Gedreht wurde der Film im April dieses Jahres an Originalschauplätzen, vor allem dem Alatsee in Füssen.

Spektakulär gerieten dabei die Tauchaufnahmen, die extra für diesen Film im Alatsee gemacht wurden.

Autorenduo dreht Making of


Michael Kobr und Volker Klüpfel spielen nicht nur in kleinen Rollen im Film mit. Weil sie sowieso immer am Drehort rumhingen, haben die Filmleute sie mit einer sinnvollen Aufgabe betreut, damit sie nicht stören. Und so entstand eine Art Reportage, in der die beiden das Geschehen beim Dreh mit der Kamera begleitet haben. Auf ihre ganz eigene Art und Weise. In Kürze gibt es die hier zu sehen.

Interview mit Kluftinger-Darsteller Herbert Knaup

Die Kluftinger-Familie...

Nach „Erntedank“ und „Milchgeld“ ist „Seegrund“ der dritte Kluftingerkrimi, der verfilmt wurde. In „Milchgeld“ hatte Kluftinger damit zu kämpfen, dass er immer mehr in die Isolation geriet: Seine Frau Erika fuhr allein in den Urlaub, er musste gegen die heimischen Bauern ermitteln, alte Freunde wandten sich von ihm ab... Kluftinger war plötzlich allein. Ein schreckliches Gefühl. Um was geht’s in „See- grund“? Mit welchen Problemen hat er dieses Mal zu kämpfen?
Herbert Knaup: Kluftinger kämpft diesmal gegen sich selbst. Nichts ist so wie es scheint. Ein totgeglaubter Taucher in einem Bergsee treibt Kluftinger in eine Sinneskrise. Innere Dämonen, Ängste, Vorurteile werden freigesetzt und entziehen Kluftinger den Boden unter seinen spurensuchenden Füßen. Ein Schamane, eine dreiste Kommissarin und ein verdächtiger Altherren-Tauchclub bringen Kluftinger an den Rand der Verzweiflung. Im Vergangenen, im Verborgenen, im Trüben muss er diesmal fischen. Er muss im wahrsten Sinn des Wortes tief tauchen, um sein Selbstvertrauen wiederzufinden und den Fall zu lösen.

Welches Frauenbild hat Kluftinger eigentlich?
Herbert Knaup: Kluftingers Frauenbild ist das einer starken, selbstbewussten und mütterlichen Frau. Eine rückenstärkende, versorgende, immer freundlich gut gelaunte Partnerin, die ihren Mann in allen Aggregatszuständen seiner Befindlichkeiten lesen kann, sich aber auch nicht in ihrer Meinung verbiegen lässt. Eine Femme sociale. Kluftinger hat das Glück, seine Erika gefunden zu haben.

Wenn Sie als Herbert Knaup Kluftinger einen Rat geben könnten, was würden Sie ihm für sein Leben raten?
Herbert Knaup: Weiter seiner inneren Stimme zu vertrauen und sich dem Neuen, Unbekannten, Fremden zu öffnen. Es bringt mehr Freude, Freunde und Lebensqualität. Es gibt nur dieses eine Leben und es ist aufregend.

„Seegrund“ wurde u.a. am Alatsee bei Füssen gedreht. Verbinden Sie mit dem See eigene Erinnerungen von früher?
Herbert Knaup: Nein. Als Kinder und Jugendliche schwammen wir Sonthofener im Alpsee bei Immenstadt. Die ganze Mystik und rote Algenwelt, die um diesen See ranken, war mir nicht bekannt. Nach Füssen fahren kam einer Weltreise gleich, die wir einmal unternahmen, um Neuschwanstein zu bewundern.


Impresseionen vom Dreh